Kopfläuse effektiv bekämpfen

BILD: Gilles San Martin - originally posted to Flickr as Male human head louse, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11208622

      WIE ERKENNT MAN DIE KOPFLÄUSE?

  • 2 bis 3,5 mm lange, abgeflachte Insekten mit 6 Beinen
  • grau bis durchsichtig
  • nach einer Blutmahlzeit bräunlich bis rötlich gefärbt
  • ihre einzige Nahrung ist menschliches Blut
  • besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge
  • saugen im Abstand von ca. 5 Stunden an der Kopfhaut → also 4-5 Mahlzeiten am Tag
  • bevorzugte Umgebungstemperatur von etwa 30°C (Kopf)
  • außerhalb des Kopfes überleben Läuse nur 48 Std.
  • Lebensdauer ca. 30 Tage
  • am Tag legt ein Kopflausweibchen 5-10 Eier ab
  • mit einem Chitingehäuse umschlossenen Eier klebt die Laus mit einer wasserunlöslichen Substanz in Kopfhautnähe am Haar fest
  • Entwicklung der Larven nur in unmittelbarer Nähe der Kopfhaut möglich → als ca. 1 mm große, bräunliche Verdickungen zu erkennen


   Entwicklungszyklus:

 

Aus den am Haar abgelegten Eiern schlüpfen nach 7 bis 10 Tagen die Larven. Zurück bleiben die leeren Eihüllen, die im Haar weißlich schimmern. Die Larve entwickelt sich innerhalb von 8 -10 Tagen und nach drei Häutungen zur geschlechtsreifen, erwachsenen Kopflaus. Nach weiteren 2-3 Tagen legt die befruchtete, weibliche Kopflaus Eier ab.

 

Larven (auch Nymphen genannt) halten sich stets in der Nähe der Kopfhaut auf, da ihre Klammerbeine noch nicht voll ausgebildet sind. Sie müssen also in der Nähe ihrer Futterquelle bleiben. Erwachsene Kopfläuse bewegen sich durchaus auch in den Haarspitzen, um so auf einen neuen Wirt überklettern zu können.

   Wie werden Läuse übertragen?

  • fast ausschließlich von Mensch zu Mensch (nicht durch Haustiere)
  • Kopf-an-Kopf-Kontakt genauer Haar-an-Haar-Kontakt zwingend notwendig
  • ausschließlich erwachsene Kopfläuse können den Wirt wechseln → in den ersten ca. 10 Tagen ihres Lebens stellen sie keine Infektionsgefahr dar
  • Lauseier sind fest mit dem Haar verbunden
  • Larve benötigt direkt nach dem Schlupf Blut
  • Temperaturen außerhalb des Kopfes sind für die Entwicklung der Larven zu niedrig

    Wie erkennt man einen Läusebefall?

  • ständiges Kratzen am Kopf → Juckreiz ist typisches Leitsymptom bei Kopfläusen
  • bei Erstbefall vier bis sechs Wochen bis „Läuse-Juckreiz“ einsetzt
  • Schlafstörungen durch den verstärkten Juckreiz
  • aber nur rund ein Drittel bilden einen Juckreiz aus
  • Auffinden von lebenden Läusen oder deren Nissen (Läuseeier) durch Auskämmen


 Wie behandelt man einen Läusebefall?

 

Chemische Methode (Arzneimittel)

  • Pyrethroide (Allethrin, Permethrin oder Pyrethrum )
  • greifen das Nervensystem der Läuse an und töten sie so ab
  • Wirkstoffe für den Menschen nicht schädlich
  • teilweise schon Ressitenzen bekannt
  • z.B. Infecto Pedicul®, Jacutin® Pedicul Spray, Goldgeist® forte, etc.

 

Physikalische Methode (Medizinprodukt)

  • Silikonöle (Dimeticon, Dodecanol, WhiteOil)
  • umhüllen Läuse → Ersticken
  • werden von der Haut nicht aufgenommen
  • Anwendung in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kleinkindern möglich
  • z.B. Jacutin® Pedicul Fluid, Dimet® 20, Hedrin®, Nyda®, etc.

Die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit einhalten! Eine ausreichende Menge an Wirkstoff auftragen! Das Mittel gleichmäßig auf dem Kopf verteilen!

 

Behandlungsschema:

 

1. Tag → Feuchtes Auskämmen und wirksames Läusemittel anwend

5. Tag → Feuchtes Auskämmen

9. Tag → erneute Anwendung eines wirksamen Läusemittels

13. Tag → Feuchtes Auskämmen

17. Tag → Feuchtes Auskämmen

 

Was nicht hilft:

  • Auswaschen der Läuse
  • Wegföhnen der Läuse
  • Sauna oder Kältekammer
  • Behnadlung mit Mayonaise, Olivenöl, Essig, etc.

 

Das kann man tun, um auf Nummer sicher zu gehen

hitzebeständige Kämme, Haarbürsten, -spangen und -gummis können in heißer Seifenlauge gereinigt oder für 10 min in 60°C heißes Wasser getaucht werden

Schlafanzug, Bettwäsche und Handtücher wechseln, bei mind. 60°C waschen

Kissen, Mützen, Kuscheltiere und ähnliches können für mindestens einen Tag (bei ca. -18°C) in die Tiefkühltruhe oder für mind. drei Tage in einen Plastiksack

Utensilien, die trocknertauglich sind, können auch für mindestens 60 Minuten (bei + 45°C) im Wäschetrockner behandelt werden

Grundreinigung des Fußbodens mittels handelsüblichem Staubsauger

 

Das ist nicht notwendig:

Behandlung von Kindersitzen, Polstermöbeln, Teppichen sowie Matratzen


AKTUELLES


WAS HILFT GEGEN KOPFLÄUSE?

Täglich stecken sich zahlreiche Kinder, aber auch Erwachsene an.

Besonders häufig krabbelt es auf den Köpfen von Kindern zwischen dem 5. und 13. Lebensjahr. Sie stecken beim Lernen oder Spielen gerne die Köpfe zusammen und kuscheln abends mit den Eltern auf der Couch.

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Chronisch venöse Insuffienz gehört zu den Zivilisationskrankheiten und ist weit verbreitet und kann unbehandelt zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

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